Ohne Auto zur Arbeit

Nachhaltigkeit ist ein Thema im Museum für Moderne Kunst

Eines ist für Peter Gorschlüter klar:  Lebte Andy Warhol noch, er hätte das Thema Energieeffizienz zu dem seinen gemacht. Doch der amerikanische Künstler starb vor 25 Jahren; Klimawandel, Atomaussteig und schwindende Rohstoffe waren da noch kein bestimmendes Thema. Folglich wird es anlässlich der Earth Hour auch keinen Bezug des Frankfurter Museum für Moderne Kunst  zur aktuellen Ausstellung des Pop-Art-Künstlers geben. Die fehlende Brücke stört das MMK-Team jedoch wenig, in diesem Jahr mit der Teilnahme an der Earth Hour ein Signal zu setzen. „Denn das Thema Nachhaltigkeit hat  für uns eine große Bedeutung und wird uns auch in Zukunft begleiten“, sagt der stellvertretende Direktor Peter Gorschlüter.

Das Museum ist nach den Worten Gorschlüters ein offenes Haus im doppelten Wortsinn: „Wir lassen die Öffentlichkeit rein und wir stellen Öffentlichkeit her.“ Bei der Earth Hour am 31. März wird die Öffentlichkeit allerdings vom Museum nicht viel sehen. „Die Außenhaut wird dunkel.“ Sämtliche Leuchten sowie die Schriftzug mit dem Namen des Museums werden zu Beginn der Earth Hour abgeschaltet, auch im Foyer wird es kein Licht geben. Bis auf das Restaurant wird das ganze MMK unbeleuchtet sein.

Drinnen ist es das ohnehin, wenn die letzten Besucher das Ausstellungsgebäude verlassen haben. „Wir machen nach Büroschluss jedes Licht aus, auch im Museum“, sagt Gorschlüter und sieht in dem kollektiven Drücken der Schalter auf Aus eine täglich Übung, die eine gemeinsame Geisteshaltung ausdrückt. Vielleicht sei das Bewusstsein der Mitarbeiter in einem Kulturbetrieb ein anderes, gebe es augenscheinlich eine größere Affinität zu solchen Themen.

 In der Praxis lässt sich das gut daran festmachen, wie die Mitarbeiter zur ihrer Arbeitsstätte kommen: „Alle kommen entweder mit dem Fahrrad oder dem öffentlichen Nahverkehr“, sagt der stellvertretende Direktor. Das hänge eben mit dem Bewusstsein zusammen, aber auch damit, dass es in Museumsnähe nur wenig Parkplätze gebe. Das gemeinschaftliche Gefühl findet seine Fortsetzung auch im Betriebsausflug: Zu dem bricht das Team des MMK mit dem Fahrrad auf.

Vor gut zwei Jahrzehnten nahm das von dem Wiener Architekten Hans Hollein entworfene Haus an der Ecke Braubach-/Domstraße den Betrieb auf. „In diesen Zeiten war die Energieeffizienz noch nicht so wahnsinnig hoch“, sagt Gorschlüter. Doch das Team des Museums versucht, auch ohne große Umbauten den Verbrauch zu drosseln. Gelungen ist das unter anderem beim Schriftzug. Dort wurden die alten Glühkörper  gegen LED-Leuchten getauscht – die sparen Strom und halten lange.

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