Frankfurt Light – Botschaften zum Anfassen

Wenn Dinge leicht und einfach wirken, ist es mitunter mühsam, sie genauso erscheinen zu lassen. Diese Erkenntnis eines jeden Design-Studenten hat auch das Energiereferat der Stadt Frankfurt eingeholt. Eine Gruppe von sieben Studierenden der Offenbacher Hochschule für Gestaltung (HfG) entwickelt unter Leitung von Professorin Petra Kellner eine Ausstellung, in der Informationen zur energiesparenden Beleuchtung so gebündelt werden, dass sie dem Publikum lange haften bleiben.

Recht nüchtern liest sich der Auftrag, der die Gruppe von HfG-Studierenden vor einigen Monaten erreichte: „Die Ausstellung soll nicht nur technische Aspekte der Beleuchtung aufgreifen, sondern auch emotionale und künstlerische Aspekte des Lichts aufzeigen“, skizzierte das Energiereferat die Botschaft, die mit der Ausstellung hinausgetragen werden soll.

Erfolgreiche Signale hatte das Energiereferat zuletzt mit zwei Ausstellungen gesendet, bei denen die HfG-Absolventinnen Claudia Stiefel und Lara Glück  Hand anlegten. „Die Ausstellungen ‘Klimagourmet‘ und ‘Green it‘ waren wegen ihrer Einfachheit sehr erfolgreich“, berichtet Stefanie Schütz vom Energiereferat.

Campus der HfG Offenbach, Foto: Wolfgang Seibt

Auf den Geschmack gekommen, war die Zeit reif, eine alte Idee in die Tat umzusetzen: „Wir hatten schon lange eine Zusammenarbeit mit Studierenden geplant aber nie umgesetzt“, sagt Schütz. „Und wir haben uns besonders auf die kreativen Ideen gefreut.“

Ideen, die in den sieben Stationen der Ausstellung mit dem Arbeitstitel „Frankfurt Light“ zu sehen, aber auch zu (be)greifen sind. Schließlich lautete eine der Vorgaben: Die einzelnen Stationen sollen interaktive Elemente haben. Das freilich war nicht die einzige Anforderung: Robust sein sollen die Stationen und für Ausstellungen im Freien möglichst wasserfest, leicht zu transportieren und einfach aufzubauen, auch für sich stehen sollen die Stationen, um sie einzeln beispielsweise an Infoständen zu präsentieren und allesamt sollen sie passen zum Design der Aktion „Frankfurt spart Strom“.

Aufgaben, die allesamt der Quadratur des Kreises gleichen. Als aber die Verantwortlichen des Energiereferates die Ergebnisse sahen, war das Erstaunen groß: „Überrascht hat mich die Einfachheit und Präzision. Man denkt sich: Ja genauso muss das Thema dargestellt werden“, sagt Stefanie Schütz.

Dass es von der ersten, vagen Idee bis zur Darstellung ein langer Prozess ist, viel Suchen und Recherchieren darin steckt, „dass alles ist im Nachhinein gar nicht mehr ersichtlich“, urteilt Schütz. Sie war beeindruckt von der Recycling-Station, „da hier das Thema ganz simpel und plastisch aufgezeigt wird“.

Die Recyclingstation wird zusammen mit den sechs weiteren erstmals im September zu sehen sein. Ort und Zeit werden noch bekanntegebeben.

Stefanie Schütz hofft, dass es dann genauso interessante Diskussionen wie bei den anderen beiden Ausstellungen gibt, wo die Menschen plötzlich über ihre persönlichen Essensgewohnheiten beim Rundgang gesprochen haben. „Und ich wünsche mir, dass die Menschen die Informationen mit nach Hause nehmen und sich zum Beispiel beim Wegwerfen der Sparlampe an die Botschaften der Ausstellung erinnern.“

In einer kleinen Serie stellen wir Ihnen die Studenten und die einzelnen Stationen der Ausstellung vor.

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