Theke ohne Zapfhahn

Die Vielfalt ist groß, die Verwirrung nicht minder. Wie an mancher Biertheke die Wahl zwischen Pils, Export, Alt, Kölsch und den diversen Weizen die Kundschaft darum ringen lässt, was ins Glas kommt, ist es mitunter auch in den Elektroabteilungen der Kaufhäuser ein nicht minder mühsames Unterfangen, das gemäße Leuchtmittel für die heimischen Lampen zu ergattern.  „Die Menschen sind ratlos und brauchen Informationen“, fasst Diana Jaskólska die Gemütslage zusammen. Die Studentin hat sich mit ihrem Baustein zur Ausstellung „Frankfurt Light“ zum Ziel gesetzt, den Besuchern nicht nur Einblicke, sondern den Durchblick zu gewähren.

„Früher gab es nur Glühbirnen, heute gibt es jede Menge Möglichkeiten“, sagt Petra Kellner, Professorin an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach. Sie ist zugleich die Projektleiterin, die mit einer Gruppe von Studentinnen und einem Studenten die Ausstellung für das Energiereferat der Stadt Frankfurt entwickelt hat.

„Mir ging es darum, den Menschen zu zeigen, was alles mit Licht zu tun hat. Sie sollen wissen und verstehen, wovon sie reden“, sagt Diana Jaskólska. Ein Vorhaben, dass sie zur Lichtothek führte – einen Schaukasten, in dem eine Vielzahl von Leuchtmitteln in Fassungen hängt, die mit Schaltern in Gruppen zum Scheinen gebracht werden können. Mit einem Knopfdruck sollen jene strahlen, die am teuersten sind, mit dem anderen die günstigsten. „Ich möchte das in vier, fünf Kategorien gruppieren“, sagt Jaskólska.

Zu den Birnen gesellt sich ein Stammbaum der verschiedenen Leuchten, der erklärt,  seit wann es Glühbirnen, Halogen- und Energiesparleuchten sowie LEDs gibt. Zudem sorgen kurze, verständliche Texte dafür, das Lux und Lumen keine Fremdwörter bleiben. Professorin Kellner ist angetan vom Entwurf: „Die klaren, einfachen Grafiken erklären sehr gut, um was es geht.“

Die Idee für die Lichtothek war nicht von Anfang an komplett da, sagt Jaskólska. „Das hat sich Zug um Zug entwickelt.“ Für ihre Grafiken trug sie allerlei Informationen zusammen, die sie unter anderem bei Herstellern einholte. Am Ende galt es, das Wissenswerte zu bündeln und auch auf einiges zu verzichten. „Das hat einige Zeit gedauert, aber jetzt steht es“, sagt Diana Jaskólska nicht ohne Stolz. Und auch Kellner ist zufrieden: „Es ist schön, einen Einblick zu gewinnen in ein Thema, mit dem wir alle jeden Tag zu tun haben.“

1 Kommentar

  1. Elisa

    Interessante Ausstellung. Schade, dass ich sie nicht besuchen konnte. Danke für den Eintrag, denn das Thema ist völlig neu für mich.

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