Licht fürs Leben

Die Hersteller von Lampen und Leuchten bieten eine nahezu unerschöpfliche Vielfalt, eines allerdings haben sie noch nicht erreicht: Das Sonnenlicht mit seinen vielen Facetten, den Wechsel der Lichtfarben und Farbtemperaturen im Laufe eines Tages ins Wohnzimmer zu holen. Die Natur hat eben das volle Spektrum – und so hat auch Sun Young Hyan ihre Station für die Ausstellung „Frankfurt Light“ genannt.

„Die Veränderung der Lichtqualität im Tagesverlauf ist enorm“, sagt die Studentin.  „Mein Ziel war es darzustellen, welches Licht es zu welcher Zeit an welchem Ort gibt.“ Mit der Idee war das Gedankenspiel losgetreten. Der Name der Station indes war schnell gefunden. „Da ich das ganze Spektrum abdecken wollte, war die Assoziation da.“

Die Verknüpfung zum Tagesablauf gab denn auch die Form der Station vor. Da die Erde sich in 24 Stunden einmal um die eigene Achse dreht, wählte Sun Young Hyan einen großen Lampenschirm, um „Volles Spektrum“ darzustellen. „Sie erklärt anschaulich den Zusammenhang, das Zusammenspiel von Tages- und Kunstlicht“, sagt Petra Kellner, Professorin an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach. Für die Leiterin des Ausstellung-Projektes knüpft diese Station anschaulich den Bezug  zum Leben, denn das Lichtspektrum und der Bio-Rhythmus stünden in engem Zusammenhang.

Genau diesem Rhythmus können Besucher mit wenigen Schritten auf die Spur kommen. „Sie können herumlaufen und sehen, welche Beleuchtungen zu welchen Tages- und Nachtzeiten benutzt werden“, sagt Sun Young Hyan. Sie verleiht zugleich ihrer Verwunderung darüber Ausdruck, dass in vielen Räumen das Licht brenne, obwohl durch große Fenster ausreichend  Sonnenlicht scheine.

Mit Bildern und Grafiken ist es ihr zugleich ein Anliegen, die Unterschiede zwischen natürlichem und künstlichem Licht darzustellen, zu zeigen, welches Licht wie wirkt. Zudem stehen die Lichtfarben auch für den Nutzen: „Helles Licht, in dem man alles erkennt, das steht für den Arbeitsplatz, sei es im Büro oder im Operationssaal“, sagt die Südkoreanerin.

Wichtig mit ihrer Station ist ihr auch der Wiedererkennungseffekt. „Jeder soll sich finden“, nennt Sun Young Hyan ihre Maßgabe. Entsprechend sind in den Collagen eine Reihe von Szenen und Motiven verarbeitet, die einen Bezug zum Alltag knüpfen.

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